| Die Planetary Society verlieh im Rahmen eines Wettbewerbs für Missionsvorschläge zur Erforschung des Asteroiden Apophis den dritten Preis an das Projekt APEX, an dem Dr. Martin Pätzold vom Rheinischen Institut für Umweltforschung, Abteilung Planetenforschung, maßgeblichen Anteil hatte. APEX wurde unter Führung von EADS Astrium, Großbritannien, ausgearbeitet. Neben Dr. Martin Pätzold waren belgische Forscher der Königlichen Sternwarte, italienische Forscher der IASF-Roma und INAF sowie englische Forscher der Open University beteiligt.
Martin Pätzold ist Spezialist für "Radio-Science", d.h. die Erforschung des Planetensystems mittels Radiowellen. Mit dieser Technik wäre es möglich, den Kurs von Apophis mit bisher unerreichter Präzision zu bestimmen und so die Gefahr, die zukünftig von dem Asteroiden ausgeht, besser einzuschätzen.
Der Asteroid Apophis ist ein so genannter Erdbahnkreuzer, d.h. es besteht die Gefahr, dass er auf die Erde stürzt und dabei aufgrund seiner großen Masse schwere Verwüstungen im Umkreis von etwa 250 km Umkreis anrichten oder bei einem Sturz in einen Ozean Tsunamis von bis zu 130 Meter Höhe auslösen würde. Der Asteroid wird die Erde am 13. April 2029 in 30.000 km Entfernung passieren, d.h. in weniger als ein Zehntel des Abstandes Erde-Mond.
Die Planetary Society, die größte gemeinnützige, nichtstaatliche Organisation zur Erforschung des Sonnensystems, hatte einen Preis für Vorschläge einer Mission ausgesetzt, welche Apophis bei seinem nächsten Vorbeiflug beobachen und dabei insbesondere die Möglichkeit erforschen soll, ob der Asteroid dabei einen Kurs nehmen wird, welcher 2036 zu einer Kollision mit der Erde führen würde.
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